Ein geretteter Tempel, der einst in den Fluten des Nassersees zu versinken drohte, und ein preisgekröntes Museum, das die 8.000-jährige Geschichte Nubiens bewahrt: Diese private Assuan Tour verbindet den Kalabsha-Tempel mit dem Nubischen Museum – zwei Orte, die zusammen ein vollständigeres Bild der nubischen Kultur zeichnen als jeder für sich allein.
🏺 Nubisches Museum
⏱️ ca. 5–6 Std. Gesamtdauer
🗣️ Deutschsprachiger Guide
Kalabsha-Tempel: gerettet aus dem antiken Talmis, geweiht dem Sonnengott Mandulis |
Nubisches Museum: eröffnet November 1997, ca. 22 Mio. US-Dollar Baukosten |
Tour-Art: 100% privat, deutschsprachiger Guide
📑 Inhaltsverzeichnis
Warum diese Kombination besonders ist
Die meisten Assuan-Ausflüge konzentrieren sich auf Philae oder den Hochdamm – der Kalabsha-Tempel und das Nubische Museum bleiben dabei oft unentdeckt, obwohl beide Orte auf eindrucksvolle Weise zusammengehören: Der Tempel zeigt das physische Erbe Nubiens, das vor der Flutung gerettet wurde; das Museum ordnet dieses Erbe historisch und kulturell ein und erklärt, warum diese Rettung überhaupt nötig wurde. Wer beide Orte an einem Tag besucht, versteht die jüngere Geschichte Assuans deutlich vollständiger als bei einem Einzelbesuch.
Der Kalabsha-Tempel – aus den Fluten gerettet
Um den Kalabsha-Tempel wirklich zu verstehen, muss man wissen, wo er ursprünglich stand: beim antiken Talmis, einem Ort, der heute unter den Wassern des Nassersees liegt, rund 50 Kilometer südlich von Assuan. In dieser Region lebten über Jahrhunderte die Nubier – ein eigenständiges Volk mit reicher Kultur, das zwischen den Großreichen Ägyptens und Kusch bestand. Für sie war der Tempel weit mehr als ein Bauwerk: ein religiöses und politisches Zentrum von zentraler Bedeutung.
Geweiht war der Tempel in erster Linie dem nubischen Sonnengott Mandulis (auch Merul genannt), einer Gottheit mit deutlichen Zügen des ägyptischen Horus, sowie der Göttin Isis. Der Großteil der heute erhaltenen Bausubstanz stammt aus der römischen Kaiserzeit – einige Inschriften und Teile der Anlage blieben jedoch bis heute unvollendet.
Als beim Bau des Assuan-Hochdamms in den 1960er-Jahren klar wurde, dass der Tempel im steigenden Wasserspiegel des Nassersees für immer verschwinden würde, begann eine bemerkenswerte Rettungsaktion: Die gesamte Anlage wurde in rund 13.000 einzelne Blöcke zerlegt und auf der künstlich angelegten Insel Neu-Kalabsha nahe dem heutigen Hochdamm originalgetreu wieder aufgebaut. Ein im Fundament entdeckter Torbau ging dabei einen anderen Weg – er befindet sich heute im Ägyptischen Museum in Berlin.
Beit el-Wali & der Kiosk von Qertassi
Direkt neben dem Kalabsha-Tempel auf derselben Insel Neu-Kalabsha wurden im Zuge derselben Rettungskampagne zwei weitere nubische Monumente wieder aufgebaut: der kleine Felsentempel Beit el-Wali, ursprünglich unter Ramses II. errichtet und mit lebendigen Reliefs militärischer Feldzüge geschmückt, sowie der elegante Kiosk von Qertassi, ein filigraner Säulenbau, der oft mit dem berühmteren Philae-Kiosk verglichen wird. Wer sich Zeit nimmt, kann so auf kleinem Raum gleich drei gerettete Bauwerke besichtigen.
Das Nubische Museum – ein Gedächtnis für Nubien
Das Nubische Museum in Assuan wurde im November 1997 offiziell eröffnet, entworfen vom ägyptischen Architekten Mahmoud El-Hakim, mit geschätzten Baukosten von rund 22 Millionen US-Dollar – teilweise finanziert durch UNESCO-Mittel im Rahmen der internationalen Rettungskampagne, die auch die Verlegung von Abu Simbel und Kalabsha ermöglichte. Das Museum liegt direkt in der Stadt Assuan, unweit des historischen Old Cataract Hotels.
Im Inneren erwartet Sie eine chronologische Reise durch die nubische Geschichte, von der Vorgeschichte bis zur islamischen Epoche: Wandinschriften und Steinstelen aus Tempeln wie Kalabsha, Beit el-Wali und Amada, nubische Sarkophage und erhaltene Mumien, sowie Statuen bedeutender nubischer Herrscher wie Kashta, Piye und Taharqa – Pharaonen der 25. Dynastie, in der nubische Könige über ganz Ägypten herrschten und das Land eine kulturelle Blüte erlebte. Ergänzt wird die Sammlung durch meroitische Königskronen, koptische Textilien und Ikonen, sowie einen eigenen Raum, der dem traditionellen und modernen nubischen Alltagsleben, seinen Kostümen und seiner Musik gewidmet ist.
Vor dem Museumseingang steht das originale Tor des Kalabsha-Tempels – ein direkter Bezug zum zweiten Höhepunkt dieser Tour. Ein künstlich angelegter See und Felsgärten im Außenbereich greifen zudem die natürliche Landschaft Nubiens auf.
Der Ablauf im Detail – Stunde für Stunde
Ihr Guide holt Sie mit einem klimatisierten Privatfahrzeug direkt an Ihrem Hotel ab.
Vorbei am Hochdamm, in dessen Nähe die künstliche Insel Neu-Kalabsha liegt.
Der Kalabsha-Tempel liegt auf einer künstlichen Insel und ist per Boot zu erreichen – ein kurzer, aber notwendiger Zwischenschritt.
Der Mandulis-Tempel, ergänzt um den Felsentempel Beit el-Wali und den Kiosk von Qertassi – drei gerettete Bauwerke auf kleinem Raum.
Zurück per Boot und Fahrzeug in die Innenstadt.
Da das Museum direkt in der Stadt liegt, ist kein weiterer Transfer notwendig. Anschließend bringt Sie Ihr Guide zurück zu Ihrem Hotel.
Gesamtdauer: ca. 5 bis 6 Stunden, abhängig von Bootsverfügbarkeit und Ihrem gewünschten Tempo.




















Leistungen
- Abholung & Rückfahrt zum Hotel in Assuan
- Deutschsprachiger Guide für die gesamte Tour
- Klimatisierter Privattransport
- Bootsüberfahrt zum Kalabsha-Tempel
- Eintrittsgebühren für Kalabsha-Tempel & Nubisches Museum
- Wasser während der Tour
- Mahlzeiten (auf Wunsch buchbar)
- Persönliche Ausgaben & Souvenirs
- Trinkgelder für Fahrer, Guide & Bootsführer
Preis auf Anfrage – bitte kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot.
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Häufige Fragen – Kalabsha Tempel & Nubisches Museum
Ein gerettetes Erbe, greifbar erklärt
Der Kalabsha-Tempel und das Nubische Museum – organisiert, privat und auf Deutsch begleitet. Kontaktieren Sie uns für Ihr persönliches Angebot.
